Die besten Konzertfoto Bücher

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Photo by Melanie Deziel on Unsplash

“Drei Lieder, ohne Blitz!” lautet die Vorgabe vieler Veranstalter an die Konzertfotografen, wenn es darum geht das Geschehen auf der Bühne einzufangen. Viele Konzertfotografen haben ihre Erfahrungen rund um das Thema “Fotografieren auf Konzerten” in einem Buch festgehalten. Aber auch darüber hinaus gibt es interessante Lektüre darüber, wie die eigenen Fotos anschließend auf Online-Plattformen in Szene gesetzt oder vermarktet werden können. Welche Bücher besonders hilfreich sind, um einen Einblick in die Konzertfotografie zu gewinnen, wollen wir euch hier vorstellen:

Konzertfotografie (mitp Edition Profifoto)

Buchveröffentlichung vom 27. Januar 2012 von Jens Brüggemann (Autor), Accu Becher (Autor), Sven Darmer (Autor), Arno Lippert (Autor), Alyssa Meister (Autor)

Das Fotografieren auf Konzerten birgt besondere Herausforderungen: In der Regel sind nur drei Lieder Zeit, um eine perfekte Aufnahme in den Kasten zu bekommen und Blitze dürfen auch nicht verwendet werden. Wie Sie die Kürze der Zeit und das vorhandene Licht optimal nutzen, wie Sie an Akkreditierungen kommen, was Sie Rechtliches beachten müssen und wo Sie die Bilder veröffentlichen können, zeigt Ihnen Jens Brüggemann mit seinen Co-Autoren. Das Buch umfasst ca. 170 Seiten und kostet € 24,95.

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Konzertfotografie: Three songs, no flash!

Buchveröffentlichung vom 1. August 2010 von Loe Beerens (Autor)

Loe Beerens, erfahrener Fotograf und Weltenbummler, gibt Einblicke in die Geheimnisse guter Konzertfotografie: wie man plant, organisiert und trickst, um im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.

Neben den technischen Hinweisen, was die perfekte Ausrüstung und die richtige Belichtung angeht, gibt das Buch auch Einblicke in die Musik- und Veranstaltungsszene und vermittelt, wie man die strenge Etiquette (Three Songs, no Flash!) dieses Genres respektiert und dennoch mit guten Bildern nach Hause geht.
(Textauszug aus dem offiziellen Pressetext)

Inhaltliche Stärken:

Zu allen Fotos finden sich Angaben zur verwendeten Kamer, Objektiv und Einstellungen der Blende und Belichtungszeit

Kritikpunkte:

Die Qualität der Fotos entschpricht nicht mehr der aktuell möglichen Fotoqualität

Der Text ist weiß auf schwarzem Hintergrund.

Hinweise zum Verhalten auf Konzerten sind überwiegend sehr überheblich formuliert

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Lumina

Buchveröffentlichung vom 14.02.2020 von Joana Marçal Carriço.

Lumina ist das erste Fotobuch der portugiesischen Fotografin Joana Marçal Carriço.

Lumina versammelt eine feine Auswahl von Live-Fotos von mehr als 50 portugiesischen und internationalen Bands, die durch die scharfe Linse von Joana Marçal Carriço aufgenommen wurden – von der kleinsten Bühne bis zu den größten Veranstaltungsorten: MOONSPELL, DARK TRANQUILLITY, THY ANTICHRIST, KARBONSOUL, MASTODON, ABBATH, SEPTICFLESH, MISS LAVA, ROTTING CHRIST, WE ARE KILLING OURSELVES, OBITUARY, FLESHGOD APPOCALYPSE, um nur einige zu nennen.

Das Vorwort des Buches stammt aus der Feder von Seth Siro Anton, des berühmten Grafikers sowie Sängers und Bassisten der griechischen Band SEPTICFLESH. Das Buch kostet € 28,99.
(Textauszug aus dem offiziellen Pressetext)

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HIT THE STAGE

Buchveröffentlichung vom 30. November 2020 von Tim Hackemack (Autor)

Der große Traum jedes Musikers, immer auf Tour zu sein im großen Nightliner, eine Stunde auf die Bühne und dann jeden Abend Party. Wie die Realität aussieht, erzählen 30 Punk-, Oi- und Hardcorebands aus 14 Ländern in Tim Hackemacks neuem zweisprachigen Buch “Hit the Stage”. Von Südkorea über Argentinien bis Polen berichten Musiker über Langeweile auf Tour, Probleme, Auftritte zu finden, das Musikbusiness im Großen wie im Kleinen, und erzählen Geschichten aus ihrem Tourleben. Dazu ist Hirnkost-Autor Tim Hackemack auch auf Tour gegangen, um Konzerte von allen Bands zu besuchen und das Buch mit über 1.000 Fotos aus großen Hallen, Festivals und vielen kleinen Clubs zu bestücken. Stagehands, Tourfotografen, Booker und Mercher berichten über ihre Arbeit neben der Bühne. Die Fotos zeigen die eine Stunde des Tages, die alle lieben.
(Textauszug aus dem offiziellen Pressetext)

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Showtime für Fotograf*innen

Buchveröffentlichung vom April 2021 von Meike Fischer

Sie sind fortgeschrittener Fotografin und wollen den Schritt hin zu eigenen Aufträgen machen und Kunden akquirieren? Meike Fischer zeigt Ihnen in zahlreichen Workshops, wie Sie sich und Ihre Arbeit erfolgreich präsentieren. Lernen Sie in »Showtime für Fotografen« ein Portfolio zu erstellen, Ihren Internet-Auftritt mit einer eigenen Website und einem CMS (Content-Management-System) wie WordPress realisieren sowie in sozialen Medien wie Instagram, Pinterest oder Facebook professionell auftreten.

Schwerpunkte liegen dabei auf der technischen Realisierung von Portfolios mit Tools wie Adobe Spark oder Adobe Portfolio, dem Aufbau einer eigenen Website mit Web-Baukästen oder CMS-Systemen wie WordPress. Ebenso werden Fragen zur Bildauswahl und Dramaturgie bei Präsentationen und Portfolios sowie der ansprechenden Gestaltung dieser beantwortet. Zahlreiche Tipps zu Layout und Typografie helfen bei der Umsetzung Ihres persönlichen Designs. Das Buch umfasst ca. 258 Seiten und kostet € 29,90.
(Textauszug aus dem offiziellen Pressetext)

Inhaltliche Stärken:

Wissenswertes zu DSGVO für Fotograf*innen-Websites

Tipps zum editieren von Bilderserien

Informationen zu Website- und Online-Portfolios, Web-Galerien, Online-Diashows

Kritik:

KEINE Konzertfotos enthalten, aber Wissenswertes rund um die Online-Präsentation von Fotos

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Marketing für Fotografinnen: Kundinnen finden und binden mit System

Buchveröffentlichung vom 1. April 2021 von Roberto Valenzuela (Autor)

Mit der eigenen Arbeit sichtbar zu sein, Kundinnen zu finden und zu binden ist für freischaffende Fotografinnen das A und O des geschäftlichen Erfolgs. Wie Ihnen das mit der richtigen Online-Strategie (Instagram, Google, Live-Videos) gelingt, wie Sie Preise gestalten und erfolgreiche Kundengespräche führen, lernen Sie mit diesem Buch. Der international bekannte Hochzeitsfotograf und Buchautor Roberto Valenzuela teilt darin sein Wissen und seine Erfahrungen aus vielen Jahren erfolgreicher Arbeit mit einer sehr anspruchsvollen Klientel. Das Buch umfasst ca. 258 Seiten und kostet € 34,90.
(Textauszug aus dem offiziellen Pressetext)

Inhaltliche Stärken:

Sehr vielfältige Tipps zur Selbstvermarktung, wie etwa die Veröffentlichung eigener Fotos in Zeitschriften und Büchern

Tipps zu Praktiken und Strategien für Instagram, YouTube und Facebook

Wissenswertes über Preigestaltung, Upselling und Kundenbeziehung

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Jürgen „JüX“ Hummer gibt Tipps für Konzertaufnahmen

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EUROPE Konzertfoto Jürgen Hummer
EUROPE Konzertfoto Jürgen Hummer

Der Fotograf Jürgen Hummer hat neben der Konzertfotografie ein großes Interesse an Astrofotografie und Landschaftsfotografie. Seit 2015 ist er auf der Suche nach begehrten Motiven aller Art und präsentiert diese mit höchstem Maß an Qualität und Tiefenschärfe.

Worüber wir uns jedoch am meisten freuen, sind seine atemberaubenden Schnappschüsse von Bands auf der Bühne, von denen er uns einige seiner beliebsten Fotos mitgebracht hat, unter anderem von Europe, Godsmack, Powerwolf, Rob Zombie oder Alter Bridge. Mit uns hat „JüX“ über seine Arbeit in der Konzertfotografie gesprochen.

Bitte stell dich unseren Lesern vor, die dich möglicherweise noch nicht kennen – wer bist Du und wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Ich heiße Jürgen „JüX“ Hummer und wurde 1983 in Feldkirch/Österreich geboren. Meine erste Kamera habe ich im Mai 2015 gekauft und habe noch am selben Abend das erste Konzert als „Fotograf“ besucht. Zuvor war ich selbst derjenige der als Musiker auf der Bühne stand und mit Bands in Promoshootings involviert war.

Mein Interesse an der Fotografie war damals schon ziemlich ausgeprägt darum hab ich mich dann 2015 dazu entschlossen mir eine Kamera zuzulegen. Ich hatte zum Glück schon ein bisschen Erfahrung mit der Bildbearbeitung und Photoshop, da es ein leidenschaftliches Hobby von mir ist.

Welche Themen und Motive faszinieren dich und was war der vielleicht ungewöhnlichste Auftrag, den du je angenommen bzw. umgesetzt hast?
In erster Linie ist da natürlich die Konzertfotografie. Was mich auch unendlich fasziniert ist die Astrofotografie und Landschaftsfotografie bzw. das Kombinieren der zwei Sparten. Das ungewöhnlichste Shooting war wohl im Helicopter mit offenen Türen über Manhatten zu schweben und New York von oben abzulichten… das war schon ziemlich geil, auch wenn das kein „Auftrag“ per se war sondern eine Herzensangelegenheit von mir selbst.

Wie lange hat es für dich gedauert deinen persönlichen Bildstil und Technik zu finden?
Ich lerne immer noch dazu. Man findet immer wieder neue Techniken, probiert neue Dinge aus. Da ist dann natürlich auch sehr viel „trial and error“ dabei aber ich denke es ist wie in vielen anderen Bereichen: Übung macht den Meister. Wenn ich mir heute meine ersten Fotografien und Bildbearbeitungen dazu ansehe komme ich doch ab und an ins Schmunzeln und sage mir: Was hast du dir dabei nur gedacht 🤣

GODSMACK Konzertfoto Jürgen Hummer
GODSMACK Konzertfoto Jürgen Hummer

In wie weit haben dir Fachmagazine, Bücher oder Tutorials von anderen Fotografen dabei geholfen?
Youtube-Tutorials sind zu Beginn auf jeden Fall eine große Hilfe wenn es um das „How-To“ geht. Die habe ich mir anfangs bis zum Abwinken reingezogen, allerdings gings mir da mehr um den „technischen“ Aspekt. Ich wollte mich nicht zu sehr von anderen beeinflussen lassen um meinen Style, meine Kompositionen selbst zu finden. Natürlich gibt es einige Grundregeln die man beachten sollte aber Regeln sind ja bekanntlich da um sie zu brechen.

Mit welcher Kamera und zusätzlichem Equipment fotografiert Du hauptsächlich?
Für die Konzertfotografie kommen bei mir folgende Kameras und Objektive zum Einsatz:

NIKON D500
NIKON D600
Nikkor 14-24mm f2.8
Nikkor 24-70mm f2.8
Nikkor 70-200mm VRII f2.8
Nikkor 200-500mm f5.6 (für FOH)
Nikkor 10.5mm f2.8 (Fisheye)
Blackrapid R-Strap Yeti Slim (Kameragurt)
Mikrofasertücher zur Reinigung der Linsen

Wie bereitest du dich auf eine Show oder die jeweiligen Künstler vor?
Um einigermaßen ein Bild der Show zu bekommen versuche ich Videos der aktuellen Tour/Gigs zu finden um eventuelle Besonderheiten im Hinterkopf zu haben (gibts zB einen lauten Knall mit Pyro, springt der Bassist im hohen Bogen vom Drumriser, etc.)

Letztlich kann man aber nie genau voraussagen, wie die Situation im Fotograben sein wird. Es werden nicht auf jeder Show die identischen ersten 3 Songs performt oder man kennt die Venue und die Bühne vielleicht nicht. Da spielen eine Menge Faktoren mit, auf die man als Fotograf keinen Einfluss hat. Da bleibt nur eines: Have fun und genieße die Show!

Konzertfoto Jürgen Hummer
SORTOUT Konzertfoto Jürgen Hummer

Welche Tipps zur Musikfotografie kannst du anhand deiner Erfahrung geben, um den perfekten Moment einzufangen? 
Da wir üblicherweise nicht gerade viel Zeit bekommen um tolle Bilder zu machen (first 3 songs, no flash) lautet die Devise: Knipse was das Zeug hält! Schau nicht nach jedem Betätigen des Auslösers auf dein Display und kontrolliere nur ab und zu ob deine Bilder korrekt Belichtet sind… vor allem nachdem sich das Bühnenlicht verändert hat, so kannst du dich ganz auf das Fotografieren konzentrieren und verlierst nicht zuviel der wertvollen Zeit im Pit. Der Rest ist Intuition und mit der Zeit bekommst du auch ein Gefühl dazu ob du jetzt die ISO erhöhen solltest oder die Verschlusszeit doch etwas kürzer halten solltest.

Welche Einstellung deiner Kamera nutzt du am häufigsten auf Konzerten? 
Meine Standardeinstellungen zu Beginn einer Show sind 1/320 Verschlusszeit, ISO 1000 und Blende 3.2 Aber wenn ich ehrlich bin ist das absolut egal, glaubt mir… das bleibt nicht lange so.

Indoor nutze ich meistens eine ISO-Empfindlichkeit zwischen 3200-6400. Bei Outdoor-Festivals und am helllichten Tag, sieht es schon anders aus. Hier starte ich mit einer Verschlusszeit von 1/500 und ISO 500. das bleibt dann auch fast durchgehend so… gegebenenfalls verkürze ich noch die Verschlusszeit. Abends komme ich dann den Indoor-Einstellungen wieder nahe bzw. bin bei den selben Einstellungen.

Wieviel Zeit und Energie steckst du in die Nachbearbeitung deiner Bilder?
Die Grundeinstellungen (Kontrast, Weißabgleich, etc.) nehme ich in Lightroom vor. Dann gehts weiter in Photoshop. Hier kanns dann schon etwas aufwendiger werden. Störende Elemente entfernen, das Hauptmotiv/Musiker in den Vordergrund bringen, etc. Von hier an gehts an den Bildlook. Mittlerweile verwende ich Luminar 4 als Plug-In in Photoshop um dem ganzen Bild noch mehr „Impact“ zu verleihen. Danach wird in Photoshop nachgeschärft und exportiert. Das ganze kann dann per Foto gerne 15-30 Minuten in Anspruch nehmen…nicht gerade die schnellste und effektivste Art und Weise aber solange ich nicht zufrieden bin wird das Bild nicht gespeichert.

STARSET Konzertfoto Jürgen Hummer
STARSET Konzertfoto Jürgen Hummer

Welche deiner Fotos gehören zu den absoluten Lieblingsmotiven?
Ein absolutes Highlight, wenn es um Bühnenpräsenz geht, ist Joey Tempest von der Band Europe. Dieser Mann versteht sein Handwerk und liebt es mit der Kamera zu spielen. Wenn ihr die Möglichkeit habt die 80er-Helden zu shooten, just GO FOR IT! 

Bei Alter Bridge wird man mich warscheinlich immer wieder finden aber das liegt warscheinlich auch daran dass die US-Rocker eine meiner Lieblingsbands sind und ich durch die Konzertfotografie sogar mit Brian Marshall (Bassist) in Kontakt gekommen bin und mir meinen Fotopass für jegliche Alter Bridge Show bei ihm „abholen“ darf. Ansonsten gibts echt haufenweise, auch teilweise unbekannte, Supportbands, die dich immer wieder überraschen und du mit wesentlich besseren Pics als die des Hauptacts nach Hause gehst.

ROB ZOMBIE Konzertfoto Jürgen Hummer
ROB ZOMBIE Konzertfoto Jürgen Hummer

Welche Bands und Musikgenre interessieren dich und welche Art von Veranstaltungen besuchst du, wenn du nicht mit der Kamera unterwegs bist?
Bei mir ein breites Spektrum. Angefangen bei Bryan Adams, Bon Jovi, Aerosmith, Bruce Springsteen, Guns N Roses, über Creedence Clearwater Revival, The Beatles, Led Zeppelin, The Doors, Queen, Pearl Jam bis hin zu (natürlich) Alter Bridge, Stone Sour, Shinedown, Seether, Dream Theater, Black Stone Cherry, Disturbed, Godsmack… ihr merkt schon, da könnte ich noch seitenweise weitere aufzählen.

Abseits des Fotograbens findet man mich in der Natur um der Landschaftsfotografie bzw. der Astrofotografie nachzugehen, auf einem Fussballspiel oder ich stehe selbst als Musiker auf der Bühne.

Jürgen Hummer im Interview mit Marcus Liprecht im Juni 2021

Website: www.hummerphotography.com

Facebook: facebook.com/hummerconcertphotography

Instagram: instagram.com/hummer_photography

Interview mit ‘Lumina’-Autorin Joana Marçal Carriço aus Lissabon

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Guitar playing hands of Marco Mendoza - concert photo by Joana Marcal Carrico
Guitar playing hands of Marco Mendoza - concert photo by Joana Marcal Carrico

“Lumina” ist das erste Fotobuch der portugiesischen Fotografin Joana Marçal Carriço. Sie hat ein bemerkenswertes Auge für’s Detail bei ihren Live-Fotos der angesagtesten Heavy Metal Bands – von der kleinsten Bühne bis zu den größten Veranstaltungsorten. Mit uns hat die Konzertfotografin Joana über ihre Arbeit in der Konzertfotografie gesprochen.

Ein paar Worte an unsere Leser, die dich vielleicht noch nicht kennen – wer bist du, seit wann fotografierst du und wie bist du zur Fotografie gekommen?

Hi, ich bin Joana Marçal Carriço, geboren in Lissabon, Portugal. Meine Leidenschaft für die Fotografie besteht schon seit meiner Kindheit. Ich mochte es schon immer, Menschen zu fotografieren, Porträts zu machen und zu versuchen, Ausdrücke einzufangen. Ich erinnere mich, wie ich mit analogen Kameras herumlief und voller Begeisterung zum Entwickeln der Fotos in den Laden ging. In die Welt der Konzertfotografie bin ich etwa 2011 durch das SFTD Online-Radio hier in Lissabon eingestiegen, das aus einer Gruppe von Freunden besteht, die sich in ihrer Freizeit der Promo und Veröffentlichung von Events widmen.

Welche Themen und Motive faszinieren dich und was war vielleicht der ungewöhnlichste Auftrag, den du jemals angenommen oder umgesetzt hast?

Die Konzertfotografie, ohne Zweifel!!! Vor allem im Heavy Metal, um die Energie des Publikums und der Band einzufangen. Konzerte im Heavy Metal sind immer etwas “aggressiver”, es gibt viel Dynamik und ich denke, das ist es, was man aufs Bild bringen möchte. Ich habe keine anderen Aufträge gemacht, außer ein paar Promofotos von Bands, Konzerten und dem Fotografieren meiner Katzen 🙂

Septicflesh concert photo by Joana Marcal Carrico
Septicflesh – concert photo by Joana Marcal Carrico

Wie lange hat es gedauert, bis du deinen persönlichen Stil und deine Technik gefunden hast?

Aus meiner Sicht bin ich auch heute noch dabei, meinen persönlichen Stil und meine Technik zu entwickeln. Da man sich in seiner Arbeit immer weiterentwickeln will, ist der Stil, der vor zwei Jahren war, nicht der, den ich heutzutage habe. Das Gelernte ändert sich, und die Dinge entwickeln sich heutzutage sehr schnell weiter. Ich kann nicht sagen, auf einen bestimmten Stil festgelegt zu sein, allerdings kann ich feststellen, dass das Erstellen von Porträts, seit Beginn meiner fotografischen Tätigkeit bis heute, ohne Zweifel eine meiner Vorlieben und eine große Faszination bleibt.

Wie sehr konnten dir Zeitschriften, Bücher oder Tutorials von anderen Fotografen dabei behilflich sein?

Sie helfen auch heute noch… Ich schau mir viele Videos an, die Fototechniken, Bildbearbeitung etc. erklären. Die Arbeiten von anderen Kollegen zu sehen, hilft meiner Meinung nach auch, sich weiterentwickeln zu wollen, auf bestimmte Details zu achten. Es ist immer von Vorteil, sich Wissen anzueignen, egal mit welchen Mitteln, um zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Vor allem von Menschen zu lernen, die Erfahrung haben ist heutzutage sehr einfach.

Welche Kamera und welche zusätzliche Ausrüstung benutzt du die meiste Zeit?

Ich benutze hauptsächlich meine Nikon D750 mit dem 70-200 oder 24-70 Objektiv. Ab und zu benutze ich auch ein 15-30 Objektiv.

Wie bereitest du dich auf eine Veranstaltung oder die einzelnen Künstler vor, wenn es um Konzertfotografie geht?

Wenn es sich um Bands handelt, die ich nicht kenne oder die ich noch nie live gesehen habe, schaue ich mir in der Regel zunächst Videos an, wie sich die Band auf der Bühne verhält, wie das Licht auf der Bühne ist usw., ansonsten treffe ich keine besondere Vorbereitung.

Welche Künstler oder Bands hörst du privat am liebsten?

Ich höre am liebsten Heavy Metal, aber auch eine Menge Musik außerhalb des Metals, ich höre sehr gerne Filmmusik des großen Altmeisters Hans Zimmer, außerdem mag ich Dead Can Dance, besonders Lisa Gerrard und den großartigen Pianisten Ludovico Einaudi höre ich fast jeden Tag.

Was war denn für dich der aufregendste oder schönste Moment während einer Fotosession in Verbindung mit einem Konzert?

Der lustigste Moment war für mich mit Marco Mendoza (Ex-Bassist von The Dead Daisies, der reformierten Formation von Thin Lizzy und dem Spin-off von Black Lider) bei einem Auftritt in einem kleinen Club hier in Lissabon; als er mich mit meiner Kamera sah, unterbrach er das Musizieren, um mir einen Kuss auf die Hand zu geben.

Welche Fotografie-Tipps kannst du aus deiner Erfahrung heraus geben, um den perfekten Moment einzufangen?

Das Wissen, wie sich die Band auf der Bühne verhält, welcher Künstler sich am meisten bewegt, wie er posiert. Dann gilt es zu versuchen, einen tollen Moment einzufangen. Das gelingt manchmal, vielleicht auch nicht.

Welche Einstellung an deiner Kamera benutzt du am häufigsten?

Ich beginne normalerweise mit einer Blendeneinstellung von 3,2 und einer ISO-Empfindlichkeit von 200. Die Automatik benutze ich meist zwischen 800 und 1000 oder 1600, je nach Licht der Show. Allerdings ändert sich das alles immer wieder, während ich fotografiere. Es gibt keine feste Grundeinstellung. Es variiert sehr stark, abhängig von der Position der Band auf der Bühne, den Lichtbedingungen, etc.

Wie viel Zeit und Aufwand investierst du in die Nachbearbeitung deiner Bilder?

Ich verwende Adobe Lightroom… der Zeitaufwand ist sehr unterschiedlich… Es gibt Fotos, bei denen ich weiß, was ich mit ihnen machen muss, da sind es schon mal locker 10 min und es ist fertig, aber es gibt auch andere, die viel länger brauchen, um an den Punkt zu kommen, an dem ich denke, dass er mit ihnen idealisiert war.

Tarja concert photo by Joana Marcal Carrico
Tarja concert photo by Joana Marcal Carrico

Wie wichtig ist die Selbstvermarktung für dich und welche Möglichkeiten oder Plattformen nutzt du, um deine Fotos mit anderen Usern zu teilen?

Ich nutze die gängigen sozialen Medien, um meine Arbeiten zu veröffentlichen, Instagram und Facebook. Nachdem mein erstes Fotobuch “Lumina” herauskam, wurde auch das zu einem wichtigen Instrument der Selbstvermarktung. Auch heute, ein Jahr später, funktioniert es immer noch.

Welche Fotos sind deine absoluten Lieblingsmotive?

Wenn wir von Fotografen sprechen, war anfangs Ross Halfin sehr wichtig, alle Fotografen meiner Generation bewunderten seine Arbeit. Heutzutage habe ich einen großen Favoriten, das ist der Fotograf Bjorn Olsson.

Joana Marçal Carriço wurde von Marcus Liprecht im Juni 2021 interviewt

*** english version below ***

Interview with the Concert Photographer Joana Marçal Carriço

“Lumina” is the first photo book published by Portuguese photographer Joana Marçal Carriço. Joana has a remarkable eye for detail in her live shots of the most popular heavy metal bands – from the smallest stage to the biggest venues. We talked to concert photographer Joana about her work in gig shooting.

Please introduce yourself to our readers who might not know you yet – who are you, since when do you photograph and how did you get into photography?

Hi, I’m Joana Marçal Carriço, born in Lisbon, Portugal. My passion for photography has been around since I was a kid. I’ve always liked photographing people, taking portraits, and trying to capture expressions. I remember walking around with analog cameras and excitedly going to develop the photos at the store. In the world of concert photography, I started around 2011, through an Online Radio, here in Lisbon, called SFTD Radio, composed of a group of friends who dedicate themselves in their spare time to promoting and publicizing events.

What are the subjects and motifs that fascinate you and what was perhaps the most unusual assignment you have ever accepted or implemented?

Concert photography, without a doubt!!! Especially within Heavy Metal, trying to capture the energy of the audience and the band. Concerts are always “more aggressive”, there is a lot of movement and I think that’s what you want to bring to an image. I don’t have any other work done except some promotional photos of bands, concerts and photographing my cats 🙂

Slayer concert photo by Joana Marcal Carrico
Slayer concert photo by Joana Marcal Carrico

How long did it take you to find your personal style and technique?

I think that even today I’m trying to find my personal style and technique. The fact that we always want to evolve in the work presented means that the style that was two years ago is not the style I maintain now. Learnings change, and things evolve very quickly these days. I can’t say that I have a very defined style, but I can say that making portraits, since the beginning of my photography activity until now, remains without a doubt one of my preferences and great fascination.

Did magazines, books or tutorials from other photographers help you?

They still help today… I tend to watch many videos that explain photography techniques, image editing, etc. Seeing work from other colleagues also helps, in my view, to want to evolve, pay attention to certain details. Acquiring knowledge whatever the means is always beneficial to learn and evolve. Especially to learn from those who know and this is very easy nowadays.

Which camera and additional equipment are you using most of the time?

I use the Nikon D750 a lot and the lenses I use the most are the 70-200 and the 24-70. Sometimes I also use the 15-30.

How do you prepare for a show or the individual artists?

When they are bands that I don’t know or that I’ve never seen live, I usually go to see videos of how they behave on stage, lights, etc., besides, I don’t do any kind of preparation.

Which artists or bands do you prefer to listen to in your private life?

Heavy Metal is always present, but I also like to hear a lot of stuff outside of metal, I really like listening to soundtracks by the great master Hans Zimmer, I like Dead Can Dance, especially Lisa Gerrard and there’s something I listen to almost every day. great pianist Ludovico Einaudi.

What was the most exciting or beautiful moment for you during a photo session in connection with a concert?

For me the funniest moment I had was with Marco Mendoza (ex-bassist of The Dead Daisies, the reformed formation of Thin Lizzy and the spin-off of Black Lider) in a performance in a small club here in Lisbon; when he saw me with my camera, he stopped playing to give me a kiss on the hand.

What photography tips can you give based on your experience to capture the perfect moment?

Knowing how the band behaves on stage, which artist moves the most, poses. Then it’s trying to capture a great moment. Sometimes it is possible, sometimes not.

Which setting of your camera do you use most often?

I usually start with an aperture of 3.2 and speed at 200 ISO. I usually use automatic between 800 and 1000 or 1600 depending on the light of the show. However, all this changes over time when I’m shooting. It’s not exactly a fixed setting. It varies a lot depending on the posture of the band on stage, the lights, etc.

How much time and effort are you spending on post-processing your images?

I use Adobe Lightroom… the time spent is variable… There are photos that I know what to do with them, so it’s even quick 10 min and it’s ready, but there are others that take much longer to get to the point where I think it was that he had idealized with them.

Moonspell concert photo by Joana Marcal Carrico
Moonspell concert photo by Joana Marcal Carrico

How important is self-marketing for you and which possibilities or platforms do you use to share your photos with other users?

I use normal social media to post my work, Instagram and Facebook, it basically goes around that. When my first photobook “Lumina” came out, that also became an important self-marketing tool as well. To this day, one year later it still does.

Which photos are your absolute favorite motifs?

If you are talking about photographers, initially Ross Halfin was very important; all photographers of my generation admired his work. Nowadays I have a big favorite which is photographer Bjorn Olsson.

Joana Marçal Carriço was interviewed by Marcus Liprecht in June 2021

Facebook: facebook.com/joana.carrico

Instagram: instagram.com/joana_m_carrico/

Rotting Christ - concert photo by Joana Marcal Carrico
Rotting Christ – concert photo by Joana Marcal Carrico
Voe Heavy Rock Festival - concert photo by Joana Marcal Carrico
Voe Heavy Rock Festival – concert photo by Joana Marcal Carrico

Interview mit Konzertfotografin Patty Gonzalez – Eine Musikreise von L.A. nach Finnland

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Pete Koller from SICK OF IT ALL in action. Photo by Patty Gonzales
Pete Koller from SICK OF IT ALL in action. Photo by Patty Gonzales

Dieses Mal haben wir mit Patty Gonzalez, einer in Finnland lebenden Amerikanerin, über ihre Arbeit in der Konzertfotografie gesprochen. Auf Instagram ist sie besser bekannt unter Hänninen Photography und begeistert dort viele User mit Liveaufnahmen von Sick of it all, Anthrax, oder auch der US-amerikanischen Rocksängerin Joan Jett. (English version below)

Bitte stell dich unseren Lesern vor, die dich bisher noch nicht kennen.

Mein Name ist Patty Gonzalez, ich komme ursprünglich aus Los Angeles und bin jetzt in Finnland zu Hause. Ich mache hauptsächlich Musikfotografie, um genau zu sein seit dem 17. April 2017!

Children of Bodom war mein erster Gig in Helsinki. Ich interessiere mich schon lange für Fotografie, habe aber bis 2008, als ich in Portland, Oregon lebte, nie wirklich eine Kamera in die Hand genommen. Ich bin wegen der Landschaften in Portland auf den Geschmack gekommen, aber es kam mir nie in den Sinn, Musikfotografie zu machen, bis ich nach Finnland zog.

Was sind die Themen und Motive, die dich interessieren und was war der ungewöhnlichste Arbeitseinsatz, den du je angenommen hast?

Die Motive sind hauptsächlich die Musiker, die ich auf Konzerten oder Festivals fotografiere. Jeder Musiker hat seine eigene Persönlichkeit und das ist etwas, das ich versuche in meiner Arbeit einzufangen. Sowohl ihre Persönlichkeit als auch die Leidenschaft für die Musik.  

Ungewöhnliche Aufträge, hatte ich bisher noch nicht wirklich, aber ich freue mich auf derartige Herausforderungen!!!

Welche Magazine, Bücher oder Tutorials von anderen Fotografen helfen dir dabei?

Das ist eine tolle Frage. Das ist auch etwas, was ich jedem Fotografen empfehle, wenn ich um Rat gefragt werde.

Ich sage immer, geh auf youtube, schau dir an, welche Tipps andere Fotografen geben und nutze diese, um dir bei deiner Arbeit zu helfen.

Damit meine ich, dass du die Tipps als Hilfsmittel nutzen sollst, um deinen eigenen Stil zu entwickeln, was auch immer das sein mag.  

Welche Kamera und zusätzliche Ausrüstung verwendest du am häufigsten?

Kameras und Ausrüstung sind im Allgemeinen teuer, also bleibe ich bei dem, was ich jetzt habe, meiner Canon 5D Mark iv, und meinen Sigma Objektiven.

In Bezug auf die Konzertfotografie – Wie bereitest du dich auf eine Show oder die einzelnen Künstler vor?

Ich bereite mich nicht wirklich auf eine Show vor, weil jede Show einzigartig ist und jede Herausforderung mit sich bringen kann.

So etwas Einfaches wie die Venus zu kennen und wie klein oder groß die Bühne und der Bühnengraben ist, kann etwas sein, das man im Hinterkopf behalten muss, aber ich gehe einfach damit um.  

Welche Künstler oder Bands hörst du privat am liebsten?

Wow, das lässt sich gar nicht so einfach oder ausführlich beantworten!!! Für mich ist meine Vorliebe Metal, Punk…aber es hängt alles von dem Tag ab, worauf ich in der Stimmung bin. Ich bin ziemlich offen, was Musik angeht, also kann ich an einem Tag nur Metal hören, wie einige meiner Favoriten, Cannibal Corpse, Mr. Bungle, Igorrr, Tool, Stam1na oder Bad Religion.

Dafür kann ich am nächsten Tag mit Blues, oder Jazz weitermachen…

Was war für dich der schönste Moment während einer Konzertfotografie?

Ein toller Moment für mich ist es einfach, wenn ich ein großer Fan von einer bestimmten Band bin, wie z.B. Bad Religion, oder Stam1na, du weißt schon, einfach eine Lieblingsband, und sie dann vom Fotopit aus zu sehen, zu wissen, dass diese Band vor dir ein Einfluss auf mich gehabt hat und jetzt hier stehe und sie fotografiere.  

Welche Tipps kannst du aus deiner Erfahrung heraus geben, um den perfekten Moment auf einem Konzert einzufangen?

Das ist eine schwierige Frage, denn es gibt nichts, was du tun kannst, um dich auf den perfekten Moment vorzubereiten.

Man kann natürlich einen Ort finden, an dem man sich positionieren kann, aber es ist wirklich schwer, sich vorzubereiten, weil sich die Personen auf der Bühne ständig bewegen.

Welche Einstellung an deiner Kamera benutzt du am häufigsten?

Das ändert sich oft, also ist es schwer zu sagen…viele Black Metal Gigs haben wenig bis gar kein Licht, und es kann alles rot beleuchtet sein und Tonnen von Rauch!

Es variiert einfach, aber je mehr du fotografierst, desto mehr lernst du die Bands und Locations kennen.

Wie viel Zeit und Aufwand investierst du in die Nachbearbeitung deiner Bilder?

Ich neige nicht dazu, besonders viel Zeit damit zu verbringen, aber das hängt auch vom jeweiligen Motiv ab. Wenn das Licht gut war und man saubere Bilder hat, kann man ein paar kleinere Arbeiten machen, wie Farbanpassung, Schärfen des Bildes usw..

Wenn das Bild Rauch hat oder vielleicht ein bisschen zu dunkel oder zu hell ist, dann setze ich mich gerne hin und benutze mein Lightroom. Ich benutze Photoshop nicht wirklich so oft wie Lightroom.

Ich mag es einfach und nicht allzu viel an meinen Fotos zu verändern.

Wie wichtig ist die Selbstvermarktung für dich und welche Möglichkeiten oder Plattformen nutzt du, um deine Fotos mit anderen Usern zu teilen?

Es ist mir wichtig, meine Arbeit zu zeigen, weil ich diese Arbeit gerne weitermachen möchte, und es meine Leidenschaft ist. Insbesondere würde das Fotografieren und die Musik zu meinen Leidenschaften gehören und ich das am liebsten hauptberuflich machen würde.

Hauptsächlich nutze ich Instagram, Facebook und Twitter für die Darstellungen meiner Konzertbilder.

Welche Fotos sind deine absoluten Lieblingsmotive?

Ich liebe alle Motive, die ich bisher ablichtet habe, aber einige meiner Favoriten sind Pete, von Sick of it all, die Jungs von Anthrax und eines, das ich so gerne fotografiert habe, war Joan Jett.  

Patty Gonzalez wurde von Marcus Liprecht im Juni 2021 interviewt

*** english version below ***

Interview with the Concert Photographer Patty Gonzalez – A Music Journey from L.A. to Finland

This time we talked to Patty Gonzalez, an American living in Finland, about her work in concert photography. On Instagram she is better known under Hänninen Photography and inspires many users there with live shots of Sick of it all, Anthrax, or also of the US-American rock singer Joan Jett.

Please introduce yourself to our readers who might not know you yet – who are you, since when do you photograph and how did you get into photography? 

My name is Patty Gonzalez originally from Los Angeles, and now call Finland home.

I have been doing mainly music photography to be exact April 17th, 2017! Children of Bodom was my 1st gig in Helsinki. I have been into photography for a long time, but never really picked up a camera till 2008 when I lived in Portland, Oregon. I got into it because of the landscapes there, but it never even crossed my mind to do music photography till I moved to Finland.

What are the subjects and motifs that fascinate you and what was perhaps the most unusual assignment you have ever accepted or implemented?

Subjects and motifs really are the musicians I shoot at gigs or festivals. Each musician has their own personality and that is something that I try to capture in my work. Their personality as well as the passion for music.  

Unusual assignment, haven’t really had one yet, but I look forward to the challenge!! 

How long did it take you to find your personal style and technique?

What kind of magazines, books or tutorials from other photographers help you?

This is a great question. You see this is something that I tell photographers now when they ask me for advice. 

I always say go on youtube, see what tips other photographers are giving and use that to help you with your work. 

By that I mean, use the tips as tools to help develop your own style, whatever that may be.  

Which camera and additional equipment are you using most of the time?

Cameras and equipment are expensive in general so I stick to what I have now, my Canon 5D Mark iv, and my sigma lenses.

In terms of concert photography – How do you prepare for a show or the individual artists?

I don’t really prepare for a show because each one is unique and can bring any challenges. 

So something as simple as knowing the venus and how small or big the stage and pit is, can be something to keep in mind but I just kind of go with it.  

Which artists or bands do you prefer to listen to in your private life?

Wow, not this can be a simple or complex answer!! For me my preference is metal, punk.. but it all depends on that day what I can be in the mood for. I am pretty open minded about music so I can pick up one day all metal, like some of my favorites are, Cannibal Corpse, Mr. Bungle, Igorrr, Tool, Stam1na, or Bad Religion. 

Therefore, I can go the next day with blues, or jazz.. 

What was the most exciting or beautiful moment for you during a photo session in connection with a concert?

A great moment for me is being a huge fan of certain bands like Bad Religion, or Stam1na, you know just a favorite band, and then seeing them from the photopit, knowing that this band in front of you has been an influence on  me and now here I am shooting them.  

What photography tips can you give based on your experience to capture the perfect moment? 

This is a hard question, because there is nothing you can  do to prepare for that perfect moment. 

I mean, you can find a place to stand or angle, but really it’s hard to prepare because the subjects move a lot. 

Which setting of your camera do you use most often? 

This changes a lot, so it’s hard to really say..a lot of black metal gigs have little to no light, and it can be all red lighting and tons of smoke! 

It just varies, but the more you shoot the more you get familiar with bands, and venues. 

How much time and effort are you spending on post-processing your images?

I don’t tend to spend a ton of time, but that also depends. If the lighting was good and you have those clean images, some minor work, like color adjusting, sharpening image etc..

Now if the image has smoke, or may be a bit too dark or light then I like to sit and use my Lightroom. I don’t really use Photoshop as much as I do lightroom. 

I like to keep it simple and not too much on my photos. 

How important is self-marketing for you and which possibilities or platforms do you use to share your photos with other users? 

It’s important to me to share my work because I would love to keep doing this because it’s my passion. Music and photography are my passions and would love to do this more full time. 

I mainly use Instagram, Facebook, and twitter.  

Which photos are your absolute favorite motifs?

I love all subjects I shoot, but some of my favorites have been like Pete, from Sick of it all,  Anthrax guys, and one I was so happy to shoot was Joan Jett.  

Patty Gonzalez was interviewed by Marcus Liprecht in June 2021

Facebook: https://www.facebook.com/metal.lover75/

Website: https://psofiag1410.wixsite.com/hanninenphotography

Instagram: https://instagram.com/metal.lover75

Joan Jett on stage. Photo by Patty Gonzales
Joan Jett on stage. Photo by Patty Gonzales

Konzertfotograf Roger Johansson “12 Bar Photo” aus Schweden im Interview

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Live Shot by Roger Johansson 12 Bar Photo
Live Shot by Roger Johansson 12 Bar Photo

Dieses Mal haben wir mit Roger Johansson aus Schweden über seine Arbeit in der Konzertfotografie gesprochen. Auf Instagram ist er besser bekannt unter “12 Bar Photo” und begeistert dort viele User mit Liveaufnahmen von Stacie Collins, Jill Johnson oder den Backyard Babies. (English version below)

Bitte stell dich unseren Lesern vor, die dich vielleicht noch nicht kennen.

Ich bin Roger Johansson und lebe in Schweden, in einer kleinen Stadt südlich von Stockholm. Live-Musik war schon immer ein großer Teil meines Lebens, und seit ein paar Jahren habe ich nun auch die Möglichkeit, Fotos zu machen. Dieser Traum ist wahr geworden.

Ich habe in meinen Teenagerjahren mit der Fotografie angefangen, mit den guten alten analogen Kameras und Fotofilmen. Ich hatte meine eigene Dunkelkammer, die Jahre gingen weiter und ich verlor das Interesse.

Vor etwa zehn Jahren habe ich wieder zur Fotografie zurückgefunden, da mir das digitale Zeitalter sehr entgegenkam und ich die Arbeit nun ganz einfach am Computer erledigen kann.

Welche Motive begeistern dich?

Ich fotografiere immer gerne Bands, die sich auf der Bühne viel bewegen, und versuche, die Dynamik und Atmosphäre einzufangen.

Wie lange hat es gedauert, bis du deinen persönlichen Stil und deine Technik gefunden hast?

Als ich meinen ersten Instagram-Account gestartet habe, habe ich versucht, einen persönlichen Stil zu finden. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, aber ich habe von einigen gehört, dass sie sehen können, dass es meine Arbeiten sind. Das macht mich glücklich.

Welche Art von Magazinen, Büchern oder Tutorials von anderen Fotografen helfen dir?

Inspiration finde ich einfach bei anderen Fotografen auf Instagram.

Mit welcher Kamera und zusätzlichem Equipment arbeitest du meistens?

Ich benutze eine Canon 1dx mkII und mein Lieblingsobjektiv ist ein Sigma Art 14mm, manchmal habe ich auch eine 1dx als Backup.

Wie bereitest du dich auf eine Liveshow vor?

Wenn es eine Band gibt, mit der ich nicht so vertraut bin, schaue ich sie mir auf Youtube an, um zu sehen, ob es etwas gibt, worauf ich während der ersten drei Songs achten muss. Das hat mir manchmal sehr geholfen.

Welche Künstler oder Bands hörst du privat am liebsten?

Im Moment bin ich total begeistert von The Wildhearts, außerdem Bands wie Blackberry Smoke, The Dead Daisies, Ramones, Status Quo, Lizzy, Social Distortion…. u.a.

Was war für dich der aufregendste oder schönste Moment während einer Fotosession in Verbindung mit einem Konzert?

Ich war einmal der einzige Fotograf im Fotograben, so dass die “weibliche” Künstlerin nur mich im Blick hatte und am Ende ein paar schöne Aufnahmen entstanden sind.

Welche Einstellung an deiner Kamera verwendest du am häufigsten?

Ich benutze den manuellen Modus, Blende 200-300, f 3-4, ISO 3200 oder 6400

Wie viel Zeit und Aufwand investierst du in die Nachbearbeitung deiner Bilder?

Das variiert, von Minuten bis Stunden. Ich verwende Adobe Lightroom.

Roger Johansson wurde von Marcus Liprecht im Juni 2021 interviewt

*** english version below ***

This time we interviewed Roger Johansson from Sweden about his work in concert photography. On Instagram it is better known as “12 Bar Photo” and inspires many users there with live shots of Stacie Collins, Jill Johnson or the Backyard Babies

Please introduce yourself to our readers who might not know you yet – who are you, since when do you photograph and how did you get into photography? 

I’m Roger Johansson, based in Sweden in a small town south of Stockholm. Live Music has always been a big part of my life, and now for the last couple of years I’ve got the chance to take photos as well. The dream came true.

I got into photography in my teens, the good old analog cameras and film. Had my own darkroom,  the years went on and I lost interest. 

Found my way back to photography about ten years ago, as the digital era suited me just fine. Doin the work on the computer.

What are the subjects and motifs that fascinate you and what was perhaps the most unusual assignment you have ever accepted or implemented?

I always enjoy to shoot bands that moves a lot on stage, like the action and trying to capture it.

How long did it take you to find your personal style and technique?

When I started my first Insta account I tried to add a personal style. I don’t know if I succeeded but I’ve heard from some that they can see it’s my work. Makes me happy.

What kind of  magazines, books or tutorials from other photographers help you?

I just found inspiration from other photographers on Instagram.

Which camera and additional equipment are you using most of the time?

I use a Canon 1dx mkII and my fav lens is a Sigma Art 14mm, also got a 1dx for backup sometimes.

In terms of concert photography – How do you prepare for a show or the individual artists?

If there’s a band that I’m not so familiar with, I’ll check them out on Youtube to see if there’s something to look out for during the first three songs. Helped me a lot sometimes.

Which artists or bands do you enjoy listening to most in your private life?

At the moment I’m totally hooked on The Wildhearts, also bands like Blackberry Smoke, The Dead Daisies, Ramones, Status Quo, Lizzy, Social Distortion…. among others

What was the most exciting or beautiful moment for you during a photo session in connection with a concert?

Once I was the only photographer in the pit so the ”female” artist only had me to look at, and ended up with some nice shots.

What setting on your camera do you use most often?

I use Manual mode, shutter 200-300, f 3-4, ISO 3200 or 6400

How much time and effort are you spending on post-processing your images?

It varies, from minutes to hours. I use Adobe Lightroom and Instagram to share my work

Roger Johansson was interviewed by Marcus Liprecht in June 2021

Website: https://12barphoto.myportfolio.com

Instagram: https://www.instagram.com/12bar_roger/

Facebook: https://www.facebook.com/twelvebar

Konzertfotograf Stephan Lindner im Interview

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Robb Flynn von der Metal-Band Machine Head - Konzertfoto von Stephan Lindner
Robb Flynn von der Metal-Band Machine Head mit Gitarren - Konzertfoto von Stephan Lindner

Bitte stell dich unseren Lesern vor – wer bist Du, seit wann fotografierst du und wie bist Du zur Fotografie gekommen? 

Mein Name ist Stephan Lindner, ich liebe Musik und die Fotografie. Ich mag Musik abseits vom Mainstream und auch Menschen, die nicht 08/15 sind. Was passte da nicht besser, als beide Dinge miteinander zu verbinden.

Als regelmäßiger Konzertgänger hatte ich schon damals immer eine kleine Kamera in der Hosentasche und so fing das Interesse an der Konzertfotografie an. Seit ca. 2015 verfeinere ich diese Kombination immer weiter.

Die ersten Fotos haben gefallen und so kamen die ersten Jobs.

Welche Themen und Motive faszinieren dich und was war der vielleicht ungewöhnlichste Auftrag, den du je angenommen hast?

Mein erster größerer Einsatz war das Open Flair in Eschwege 2016 für die “Visions“. Darauf folgten weitere Foto-Jobs für das besagte Musikmagazin. Parallel fing ich an, für “Pretty in noise” zu schreiben und auch Konzerte zu besuchen, hier wiederum mit der Fotokamera. Das Ganze hatte eine ordentliche Dynamik bis zum 09.03.2020, mein letztes Konzert – Papa Roach in Hannover, der letzte Einsatz meiner beiden Kameras, den Canon 5D Mark IV. Der Rest ist Geschichte…

Ich bin Optimist und hoffe, dass wir irgendwann wieder in den Konzert- und Festival-Modus wechseln können.

Welche Konzerte sind dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?

Punk in Drublic, Vainstream, AAA bei und mit Anti Flag, AAA bei und mit Machine Head, auf der Bühne mit den Donots und Adam Angst, Interviews mit Paskow und Drangsal sowie einiges mehr.  

Mit welcher Kamera und zusätzlichem Equipment fotografiert Du hauptsächlich?

Ich arbeite mit zwei Canon 5D Mark IV Kameras. Die Auswahl der Objektive hängt von vielen Faktoren ab, Licht, Entfernung und Winkel zum Objekt. Auf Festivals wähle ich meistens ein 2.8er 70/ 210mm Objektiv, bei kleineren Bühnen auch das 24/ 70mm auch in 2.8. Dazu eine zweite Kamera mit Weitwinkel oder Festbrennweite. Die Kombination ist meistens eine „Bauchentscheidung” vor Ort.

Welche Einstellung deiner Kamera nutzt du am häufigsten? 

Bei der Kameraeinstellung spielt der zu fotografierende Act eine wesentliche Rolle. Viele schnelle Bewegungen bedeutet, eine mega kurze Belichtungszeit, der Rest passt sich der Situation an.

Welche Tipps zur Fotografie kannst du anhand deiner Erfahrung geben, um den perfekten Moment einzufangen? 

Nicht zuviel denken, treiben lassen und den Finger immer am Auslöser!

Wie bearbeitest du deine Konzertfotos?

Mein Favorit für die Bildbearbeitung ist Adobe Photoshop. Meine Bearbeitung am Rechner findet ausschließlich damit statt. Durch die aktuelle Situation habe ich jede Menge Zeit mein angesammeltes Fotomaterial zu sichten. Durch diese Möglichkeit und die vielen Gigabyte Fotos auf meinem Server kann ich meine Fertigkeiten im Bezug auf die Bildbearbeitung verfeinern. Man kann sagen, ich nutze die aktuelle Situation für meine persönliche Qualifikation.

Wie gehst du mit der durch die Corona Pandemie bedingten Konzertpause um?

Ich habe das große Glück, dass die Konzertfotografie in erster Linie ein Hobby von mir ist und ich meinen Lebensunterhalt auf andere Art bestreite.

Für viele Fotofreunde, die ich im Laufe der letzten Jahre kennenlernen durfte, ist die aktuelle Situation eine Katastrophe. Teures Equipment liegt nahezu ungenutzt in den Schubladen und es gibt keine wirkliche Perspektive für eine Rückkehr zum gewohnten Modus. Die Frage wird sein, wie viele Leute mit ihren Kameras auch nach der Pandemie noch im Fotograben zu finden sind.

Die schlechte Ertragssituation für den Fotojob wird ihr dann übrigens zu einer negativen Entwicklung beitragen. Bleiben wir trotzen optimistisch und vor allem gesund.

Hier findet ihr weitere Fotos und Referenzen: www.hcpix.com oder Instagram: @hcpixcom

Stefan Lindner im Interview mit Marcus Liprecht im Mai 2021

ASP Live im Wizemann – KOSMONAUTILUS Tour 2020

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ASP Live im Wizemann - KOSMONAUTILUS Tour 2020
Mit ihrem neuen Album „KOSMONAUTILUS“ im Gepäck gehen ASP gleich im neuen Jahr auf eine ausgedehnte Rocktour. Diese Konzertreise wird sie in 15 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz führen. Der vierte Teil der Erfolgsstory „Fremder Zyklus“ erscheint offiziell am 29. November 2019, und die brandneuen Stücke bringt die Band im Januar und Februar auf die Bühnen – genauso wie viel gewünschte Hits. Mit „zutiefst“ kehrten ASP zum klassisch-songbetonten Geschichtenerzählen des „Fremden“ zurück und damit zu Liedern, die mit ihrer Emotionalität und ihrem Tiefgang zum Mitfühlen und Mitfiebern einladen. Lieder, die schlicht Balsam für die Seele sind. Aber Asp wäre nicht Asp, wenn er dabei nicht die große Erzählung im Auge behielte, die mit den zwei bisher erfolgreichsten ASP-Alben „fremd“ und „Maskenhaft – Ein Versinken in elf Bildern“ (Platz 2 der deutschen Album-Charts!) begann und sich in vermeintlich unendliche Abgründe bewegte – doch es geht noch … so viel tiefer. Nach der gefeierten Konzept-Tournee „Zaubererbruder Live und Extended“ und der komplett ausverkauften Jubiläumstour ist es endlich Zeit für die Fortsetzung! Bei allen Abstechern in die ganz hohen Chartregionen geben ASP niemals ihre Position der kritischen Independent-Künstler auf. Unabhängig vom Diktat der großen Musikkonzerne bleiben ASP sich selber und ihren Prinzipien treu und überzeugen mit Anspruch, Authentizität und Demut – die man besonders im Live-Kontext spürt. Die Verbundenheit der Musiker mit ihrem Publikum, die lyrisch-erzählerischen Texte, eingebettet in energetischrockige Klänge, und die mitreißende Darbietung lassen die Zuschauer wiederholt in Begeisterungsstürme ausbrechen und sind der Grund, weshalb die Fanschar stets weiter wächst und sich mit ihrer Band in immer unergründlichere Tiefen begibt Foto: KS-Images.de

ASP Live im Wizemann am Datum: 02.02.2020 auf der KOSMONAUTILUS Tour 2020 in Stuttgart, Germany

Mit ihrem neuen Album „KOSMONAUTILUS“ im Gepäck gehen ASP gleich im neuen Jahr auf eine ausgedehnte Rocktour. Diese Konzertreise wird sie in 15 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz führen. Der vierte Teil der Erfolgsstory „Fremder Zyklus“ erscheint offiziell am 29. November 2019, und die brandneuen Stücke bringt die Band im Januar und Februar auf die Bühnen – genauso wie viel gewünschte Hits. Mit „zutiefst“ kehrten ASP zum klassisch-songbetonten Geschichtenerzählen des „Fremden“ zurück und damit zu Liedern, die mit ihrer Emotionalität und ihrem Tiefgang zum Mitfühlen und Mitfiebern einladen. Lieder, die schlicht Balsam für die Seele sind. Aber Asp wäre nicht Asp, wenn er dabei nicht die große Erzählung im Auge behielte, die mit den zwei bisher erfolgreichsten ASP-Alben „fremd“ und „Maskenhaft – Ein Versinken in elf Bildern“ (Platz 2 der deutschen Album-Charts!) begann und sich in vermeintlich unendliche Abgründe bewegte – doch es geht noch … so viel tiefer.

Nach der gefeierten Konzept-Tournee „Zaubererbruder Live und Extended“ und der komplett ausverkauften Jubiläumstour ist es endlich Zeit für die Fortsetzung! Bei allen Abstechern in die ganz hohen Chartregionen geben ASP niemals ihre Position der kritischen Independent-Künstler auf. Unabhängig vom Diktat der großen Musikkonzerne bleiben ASP sich selber und ihren Prinzipien treu und überzeugen mit Anspruch, Authentizität und Demut – die man besonders im Live-Kontext spürt.

Die Verbundenheit der Musiker mit ihrem Publikum, die lyrisch-erzählerischen Texte, eingebettet in energetischrockige Klänge, und die mitreißende Darbietung lassen die Zuschauer wiederholt in Begeisterungsstürme ausbrechen und sind der Grund, weshalb die Fanschar stets weiter wächst und sich mit ihrer Band in immer unergründlichere Tiefen begibt

Foto: KS-Images.de

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Verwendung nur gegen Honorar nach MFM oder Vereinbarung, Beleg und Bildnachweis.

Two Minds Collide Live im Wizemann – 02.02.2020

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Two Minds Collide - 02.02.2020
Two Minds Collide ist eine dreiköpfige Dark Rock Band aus Saarbrücken. Hier trifft moderne Rockmusik auf düstere Elektronik und gefühlvolle Orchesterklänge. Die 2017 gegründete Band befasst sich mit dem immer weiter voranschreitenden Empathieverlust der Gesellschaft, in der die Emotionen einer TV Soap wichtiger geworden sind als die eigenen Gefühle. 2MC haben sich auf die Fahne geschrieben, ihren Zuhörern eine Plattform für echte Emotionen und Selbstreflexion zu bieten. Dabei singt Frontmann Lias Schwarz in seinen englischen Texten über selbst Erlebtes, Höhen und Tiefen sowie das Zusammenprallen dieser Phasen und deren Bewältigung. Foto: KS-Images.de

Two Minds Collide Live im Wizemann am 02.02.2020 auf KOSMONAUTILUS Tour 2020 in Stuttgart, Germany

Two Minds Collide ist eine dreiköpfige Dark Rock Band aus Saarbrücken. Hier trifft moderne Rockmusik auf düstere Elektronik und gefühlvolle Orchesterklänge. Die 2017 gegründete Band befasst sich mit dem immer weiter voranschreitenden Empathieverlust der Gesellschaft, in der die Emotionen einer TV Soap wichtiger geworden sind als die eigenen Gefühle. 2MC haben sich auf die Fahne geschrieben, ihren Zuhörern eine Plattform für echte Emotionen und Selbstreflexion zu bieten. Dabei singt Frontmann Lias Schwarz in seinen englischen Texten über selbst Erlebtes, Höhen und Tiefen sowie das Zusammenprallen dieser Phasen und deren Bewältigung.

 

Foto: Karsten Schmalz, KS-Images.de

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Tobias Stark im Interview

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Kevin Russell Böhse Onkelz Tour 2019 Foto: Tobias Stark

Ein Live Shot von Kevin Russell, Sänger der Frankfurter Rockband Böhse Onkelz ziert Plakate und Konzerttickets der kommenden Onkelz Live Shows 2019. Wir sprachen mit Tobias Stark, dem Fotografen des Bildmotives über seine Leidenschaft, die Fotografie.

Bitte stell dich unseren Lesern vor, die dich möglicherweise noch nicht kennen – wer bist du, seit wann fotografierst du und wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Mein Name ist Tobias Stark, ich bin 33 Jahre alt und bin nun seit 1 1/2 in Bad Kreuznach ansässig. Ich bin allerdings gebürtiger, nun im Exil lebender Hesse und denke, das spiegelt sich auch so ein wenig in meinen Arbeiten wieder. Vieles dreht sich irgendwie um die Stadt Frankfurt. Sei es, die in Deutschland einzigartige und ziemlich fotogene Skyline, die Eintracht oder eben auch die aus Frankfurt stammende Rockband Böhse Onkelz.

Angefangen hat alles schon in den jungen Jahren, in denen ich es geliebt habe mir Fotos anzusehen und in den Geschichten die sie erzählen zu versinken. Meine Eltern selbst hatten immer eine Kamera dabei. Sei es zum Fotos machen oder Filmen. Rein dokumentarisch des privaten natürlich und fernab von jeglicher Professionalität. Aber dadurch kam es eben auch dazu, dass auch ich immer wieder die Kamera in der Hand hatte und Bilder geschossen habe. Zumindest habe ich oft auf den Auslöser gedrückt. Die wirkliche Leidenschaft ist aber erst viel viel später dazu gekommen. Es war nie so, dass ich mich wirklich ernsthaft damit auseinandergesetzt habe. Man hat halt hier und da mal vor sich hin geknipst. Ernst wurde es erst kurz nachdem ich mir mit Anfang 20 meine erste DSLR Kamera gekauft habe. Eine Canon EOS 400D zusammen mit dem Kit-Objektiv und dem 50mm f1.8.

Nachdem die Kumpels auf Partys und auf dem Bolzplatz herhalten mussten, sollte ich irgendwann auf einem kleineren Festival Fotos für unser selbstgeführtes Online-Magazin schießen, auf dem eben auch die Band „Der W“ um Onkelz-Bassist Stephan Weidner auftrat. Hier war ich das erste Mal gezwungen mich mit meiner Kamera wirklich auseinander zu setzen. Nicht nur weil zum Einen da ein Musiker vor mir auf der Bühne stand den ich persönlich sehr schätze, sondern auch weil ich wusste dass ich Fotos abliefern musste. Es gab schließlich eine Akkreditierung für ein Konzert und unerfahren wie ich war, setzte mich das schon leicht unter Druck. Am Ende vom Tag hat es mir aber so viel Spaß gemacht, dass ich unbedingt herausfinden wollte, was ich noch so alles mit der Kamera anstellen kann. Seitdem hat mich die Faszination auch nicht mehr losgelassen.

Welche Themen und Motive faszinieren dich und was war das vielleicht ungewöhnlichste Auftrag, den du je angenommen bzw. umgesetzt hast?

Mich fasziniert natürlich die Musik. Thematisch auch das, was den Ball für mich ins Rollen gebracht hat, aber auch eben eine Leidenschaft neben der Fotografie. Ansonsten bin ich fasziniert von allem Urbanen. Sei es das Stadtbild an sich oder dieser typische Skatepark-Flair. Aber auch in Verbindung mit Portraits stehe ich eher auf Graffiti übersäte Betonwände als auf Heuballen im Hintergrund.

Ungewöhnliche Aufträge kann ich eigentlich nicht vorweisen. Für mich in persönlich war es natürlich surreal irgendwann die Band fotografieren zu können die man sonst als „Fan“ verfolgt hat. Aber so wirklich ungewöhnliche Aufträge in dem Sinne hatte ich bisher nicht, nein.

Wie lange hat es für Dich gedauert Deinen persönlichen Bild Stil zu finden?

Das frag mich in einigen Jahren nochmal! Ich denke, an dem Punkt bin ich noch nicht angekommen. Ich experimentiere sehr gerne, und sobald ich etwas Neues für mich entdecke beeinflusst das natürlich direkt die Bilder. Daher glaube ich nicht von einem persönlichen Bild Stil sprechen zu können.

In wie weit haben Dir Fachmagazine, Bücher oder Tutorials von anderen Fotografen dabei geholfen?

Ungemein! Magazine und Bücher weniger, die sind mir in den Techniken und der Theorie meist zu trocken und bewegen mich nicht dazu etwas auszuprobieren. Wenn, dann sind es Videos die ich mir anschaue in denen einzelne Techniken oder Vorgehensweisen am Beispiel erklärt werden. Ich glaube aber das meiste gelernt zu haben, indem ich einfach herumgespielt habe. Einfach mal die Kamera in die Hand nehmen, nach draußen gehen und machen. Wir befinden uns nun mal in der glücklichen Situation, nicht ständig die Filmrolle wechseln zu müssen. Das sollten man auch nutzen und einfach mal 100 schlechte Fotos machen bis man lernt warum sie schlecht sind.

Mit welcher Kamera und zusätzlichem Equipment fotografiert Du hauptsächlich?

Hauptsächlich benutze ich die Canon 5D Mark III. Mein Allrounder ist das Tamron 24-70 2.8. 80% meiner Konzertfotos entstehen mit dieser Kombination. Wenn alles mal etwas weiter weg ist, kommt das etwa ältere Sigma 70-200 zum Einsatz. Viele finden es gerade bei offener Blende zu weich, aber Preis-Leistungstechnisch absolut ok. Dann habe ich noch das Sigma 35 1.4 der Art Serie für People- und Reportage-Shots sowie ein Canon 50mm 1.8 STM.

Zum Reisen packe ich meist nur meine Fuji X100T auf Grund Ihrer kompakten Ausmaße ein. Die Bilder die aus diesem kleinen Monster kommen sind einfach fantastisch.

In Bezug auf die Konzertfotografie – Wie bereitest Du Dich auf eine Show oder die jeweiligen Künstler vor?

Grundsätzlich schaue ich erst mal, ob es Informationen zu den ersten Songs gibt und ob es bei der Performance oder Bühnenshow Besonderheiten gibt, die für ein Foto interessant sind. Wie ist die Bühne aufgebaut und was könnten Positionen sein, die mehr oder weniger Vorteilhaft sind. Ansonsten informiere ich mich generell über das Verhalten der Musiker auf der Bühne. Welche Personen stehen wann im Fokus bzw. wer sticht an welchem Zeitpunkt heraus.

Das macht eigentlich für mich die meiste Vorbereitung aus. Der Rest geschieht so spontan und chaotisch wie nötig. 😉

Welche Tipps zur Musikfotografie kannst Du anhand Deiner Erfahrung geben, um den perfekten Moment einzufangen?

Ich weiß gar nicht ob es DEN perfekten Moment gibt. Klar es gibt Momente in denen Musiker besonders performen oder sich in Pose werfen, aber wichtiger ist meiner Meinung nach den Blick nicht zu sehr auf einen Punkt zu konzentrieren. Während der Sänger sich an den Bühnenrand wagt und mit dem Publikum agiert, bewegen sich Gitarrist und Bassist aufeinander zu und spielen Rücken an Rücken. Eine solche „Neben“-situation kann die Bandstimmung des Abends vielleicht auch mal etwas besser wiedergeben, als das offensichtliche Motiv nach dem alle jagen.

Klar gibt es Momente die man einfangen sollte, da sie Teil der Show sind. Genauso gibt es Momente die man aber auch ganz sicher mal nicht ordentlich mitnehmen kann. Wenn aber 20 Fotografen alle den selben Moment einfangen und sich nur die Blickrichtung ändert ist es eines von vielen Bildern. Natürlich kann in solchen Momenten auf Grund von Komposition und Entwicklung Eines mehr herausstechen als Andere und somit zu einem besonderen Moment für den Betrachter werden.

Man sollte immer das ganze Geschehen im Blick behalten, andere Perspektiven einnehmen und Dinge beobachten, die andere fotografen nicht im Blick haben.

Welche Einstellung deiner Kamera nutzt du am häufigsten für Konzertfotos?

Die Einstellungen sind wirklich unterschiedlich. Je nach Location und den Lichtverhältnissen ändert sich das. Das kann auch schon zwischen zwei Songs oder sogar innerhalb eines Songs stark variieren. Daher auch grundsätzlich RAW und im manuellen Modus und hier und da auch mal im AV Modus fotografieren. Offenblendig, Belichtungszeit so lang wie nötig aber so kurz wie möglich und die ISO dementsprechend anpassen. Das ist zwar eine sehr allgemeine Aussage, aber das trifft es eigentlich schon.

Es wird nie DIE Einstellung geben, die pauschal funktioniert.

Wie sieht die kreative Arbeit nach dem Konzert aus?

Nach den Konzerten geht es mit der Durchsicht der Fotos los. Je nachdem wie schnell die Fotos raus müssen beginne ich damit schon am gleichen Abend. Alle Bilder sichten und eine Vorauswahl treffen und diese dann entwickeln. Je nach Umfang kann sich das natürlich in die Länge ziehen. Von der Auswahl bis zu dem fertigen Set ist im Schnitt schon ein Tag voll eingeplant. Ich habe schon komplette Sets in 3 Stunden abgeschlossen aber durchaus auch mal mehrere Tage gebraucht. Vor der Bildbearbeitung und Veröffentlichung sollten folgende wesentliche Fragen geklärt sein:

  • Welche Zeitvorgabe habe ich?
  • Müssen die Konzertfotos am nächsten Tag online sein?
  • Müssen die Bilder noch durch Band und Management gesichtet und freigegeben werden?
  • Wurde eine Exklusivitätsklausel für ein Medium vereinbart?

Falls ich früh abgeben muss, dann treffe ich eventuell eine kleinere Auswahl. Habe ich mehr Zeit zur Verfügung, nutze ich diese natürlich auch. Ich wähle mehr Fotos aus und bereite sie auch anders auf.

Zum Katalogisieren und Entwickeln nutze ich ganz klassisch Adobe Lightroom. Hier und da gehen die Bilder nochmal durch Photoshop aber eigentlich spielt sich wirklich fast alles in Lightroom ab.

Erinnerst Du Dich an das erste Konzert erinnern, das Du fotografiert hast?

Sehr gut sogar. Das war das eben schon kurz angesprochene Pfeffelbach-Open-Air im Jahr 2012. Ich wurde ja mehr oder weniger komplett ins kalte Wasser geschmissen. Keine Ahnung von nichts und direkt bei schlechten Lichtverhältnissen Fotos machen. Da die Bilder für das eigene Online-Magazin waren hielt sich der Druck von außen in Grenzen, aber der selbstgemachte Druck war auf jeden Fall zu spüren. Schließlich haben wir uns offiziell akkreditieren lassen, was einem blutigen Anfänger wie mir damals doch schon den Schweiß auf die Stirn treibt. Ich war natürlich nervös und angespannt ohne Ende, nicht zuletzt, weil ich mir meiner mangelnden Erfahrung durchaus bewusst war. Ich wusste gar nicht was ich da mache. Ich glaube ich habe mehr draufgehalten als mir wirklich Gedanken um das Bild gemacht. Am Ende war wohl einfach das Glück auf meiner Seite und unter dem ganzen Ausschuss waren Bilder dabei die man wirklich nutzen konnte.

Hätte ich damals daran gedacht, die Bilder auch noch im RAW-Format zu schießen könnte man sicher einiges davon sogar noch etwas interessanter gestalten. Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich aber auch noch nichts von Lightroom oder sonstigen RAW-Konvertern. Wahrscheinlich wäre sogar alles daran gescheitert, dass ich nicht gewusst hätte wie man eine RAW-Datei überhaupt öffnet. 😉

Wie gesagt, das hat mich dann doch alles so angefixt, dass ich unbedingt mehr über die Fotografie lernen wollte und so ist die Konzertfotografie auch heute noch ein großer Bestandteil meiner Leidenschaft.

Wie unterschiedlich sind Bandfotos im Vergleich zu On-Stage-Fotos und wie gehst Du hierbei vor?

Bandshootings in der klassischen Form habe ich bisher kaum gemacht. Da konzentriert es sich bei mir eher auf das Dokumentieren was neben der Show passiert. On-Stage sind die Künstler eben bei Ihrer Kernarbeit. Während Sie spielen und singen wissen sie eben auch das dort Fotografen herumlaufen und agieren zu teilen auch bewusst mit Ihnen.

Neben den Shows verhält es sich wie bei jeder anderen Reportage auch – kein Mensch möchte mit einer Linse in seinem Gesicht bedrängt werden.

Und auch wenn das eine Teil des Fotografen-Jobs oder der Beauftragung ist, gehört das zu den Punkten die man stets beherzigen muss. Im Grunde musst du da sein, aber niemand darf dich wahrnehmen. Nur dann entstehen schöne Aufnahmen die einen Moment so authentisch wie möglich wiedergeben können. Das setzt natürlich ein gewisses Vertrauen beider Seiten voraus.

Was macht für Dich ein gutes Photoshooting aus?

Ein gutes Shooting bedeutet für mich, wenn beide Seiten am Schluss mit dem Ergebnis zufrieden sind und sich keiner unwohl gefühlt hat. Die Chemie muss stimmen und dann ergibt sich der Rest meistens schon von alleine. Sind Motiv oder auch Fotograf aus irgendeinem Grund angespannt merkt man das den Bildern auch an.

Locker sein, offen kommunizieren was man möchte und was man auf keinen Fall möchte. und nie zu verbissen sein.

Situationen oder auch Kombinationen die einfach nicht zusammen passen wird es immer geben. Da muss man dann auch Abstand nehmen können und sagen, komm wir probieren das anders, vertagen das ganze oder canceln es gänzlich. Niemand hat etwas davon, wenn gezwungenermaßen Bilder entstehen die aber keinem gefallen.

Wie nimmst Du natürlichen Personen vor der Linse die Scheu vor der Kamera?

Das ist eine gute Frage auf die ich nicht wirklich beantworten kann. Ich für meinen Teil versuche, bei den wenigen klassischen Shootings die ich mache, so locker und entspannt wie möglich zu sein. Ich denke das überträgt sich dann auch immer auf den Gegenüber.

Ein lockerer Spruch und eine gelassene Interaktion zwischen den Auslösungen können da schon ungemein helfen denke ich. Bloß nicht zu verbissen hinter der Kamera verstecken und ein Bild erzwingen.

Welche Fotos gehören zu deinen aktuellen Lieblingsmotiven?

Impression vom Matapaloz Festival - Böhse Onkelz Live on Stage
Impression vom Matapaloz Festival – Böhse Onkelz Live on Stage 

Kevin Russell Böhse Onkelz Tour 2019 Foto: Tobias Stark
Kevin Russell Böhse Onkelz Foto: Tobias Stark


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Moses Pelham beim Soundcheck auf dem Böhse Onkelz Konzert im Frankfurter Waldstadion
Rap-Legende Moses Pelham beim Soundcheck auf dem Böhse Onkelz Konzert im Frankfurter Waldstadion

Xavier Naidoo auf dem Tollwood 2014

Jede Menge Konzertfotos von der Xavier Naidoo Live-Show auf dem Tollwood Sommerfestival 2014 gibt es hier: Konzertfotos Lutz von Wearephotographers