Fotograf David Alexander: Vom Popkultur-Insider zur Alltags-Poetik

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David Alexander: Vom Popkultur-Insider zur Alltags-Poetik - Foto Credits: David Alexander

In der Welt der Fotografie hat David Alexander über Jahrzehnte hinweg einen unvergleichlichen Einfluss auf die Popkultur ausgeübt. Er hat ikonische Albumcover für Musiklegenden wie The Eagles, Aretha Franklin und Tom Petty and the Heartbreakers geschaffen und unvergessliche Filmplakate für Klassiker wie „The Blues Brothers“ und „The Terminator“ gestaltet. Nun, mit 80 Jahren, präsentiert Alexander sein erstes Fotobuch „Pictures of Time“, in dem er seine Linse auf alltägliche Szenen richtet und dabei tiefere Lebenswahrheiten erforscht.

In einem exklusiven Interview teilt David Alexander einige Einblicke in seine beeindruckende Karriere und seine neue fotografische Mission. Hier sind einige Highlights aus dem Gespräch:

Was hat Sie dazu inspiriert, das Projekt zu starten, das schließlich zu Ihrem Debütbuch „Pictures of Time“ wurde?

David erzählt, dass er über 20 Jahre lang in Los Angeles Plattencover und Filmplakate fotografiert hat. Während dieser Arbeit erkannte er tiefere Lebenswahrheiten, die über die Grenzen der kommerziellen Fotografie hinausgingen. „Ich wusste dann, dass meine Fotografie-Reise über die Welt der Unterhaltung hinausgehen würde,“ sagt er.

Ihre Fotos haben Momente der Musikgeschichte verewigt. Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Ihre Arbeit Teil des kulturellen Gefüges geworden ist?

„Das ist cool, aber nichts, worüber ich viel nachdenke, wenn überhaupt,“ gibt David zu. Für ihn waren die Aufträge Probleme, die mit Fotos gelöst werden mussten. Sein Fokus lag stets auf der nächsten Idee, dem nächsten Projekt, und darauf, sich in seiner Arbeit weiterzuentwickeln und neue Beleuchtungskonzepte zu experimentieren.

Können Sie einige Anekdoten oder denkwürdige Erlebnisse aus Ihrer Zeit, in der Sie Plattencover für Künstler wie die Eagles, Ringo Starr und Aretha Franklin fotografiert haben, teilen?

David teilt Geschichten voller Charme und Humor. Zum Beispiel erinnert er sich an eine Fotosession mit den Eagles, bei der Glenn Frey begeistert einen neuen Akkord spielte, den er in einem Club gehört hatte. Oder an die Session mit Ringo Starr, bei der dessen Freundin immer wieder lachend ins Bild sprang, was zu einigen süßen und lustigen Momenten führte. Besonders bewegend war seine Erinnerung an Aretha Franklin, die während einer Sitzung leise und wunderschön für sich selbst sang.

In „Pictures of Time“ erforschen Sie das Konzept der Zeit durch Fotografie. Wie stellen Sie den Zeitverlauf visuell in Ihrer Arbeit dar?

„Mein Ziel in ‚Pictures of Time‘ ist es, Geschichten darüber zu erzählen, wie das Leben aufgebaut ist und wie das Leben funktioniert,“ erklärt David. Er fotografiert Ähnlichkeiten und Verbindungen zwischen verschiedenen Lebewesen in der Alltagswelt und versucht, die tiefen Verbindungen und die gemeinsame Lebendigkeit visuell darzustellen.

Ihre Karriere erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst eine Vielzahl von Themen. Wie hat sich Ihr Stil im Laufe der Jahre entwickelt?

David glaubt, dass Fotografie hauptsächlich um das Sehen geht. „Meine Erfahrung ist, dass das Sehen zuerst intern stattfindet,“ sagt er. Seine Bilder spiegeln die Entwicklung seines Sehens wider und sind im Laufe der Zeit einfacher geworden.

David Alexanders Reise von ikonischen Popkultur-Momenten zu einer tiefen Erforschung des Alltags ist eine beeindruckende Evolution. Sein aktuelles Buch „Pictures of Time“ zeigt nicht nur seine technische Meisterschaft, sondern auch seine Fähigkeit, das Wunderbare im Alltäglichen zu finden.

Für das vollständige Interview und mehr Einblicke in David Alexanders Arbeit besuchen Sie www.pressure-magazine.de.

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Musik-Experte und Konzertfotograf. Chefredakteur und Gründer von Konzertfotos.app (seit 2019), Pressure Magazine (seit 2010) und Oivision (2000-2008)